Personal Branding - vom ICH zur Personenmarke - Interview mit Stephan Raif von Personal Brands

 

 

Personal Branding ist heute weit mehr als Selbstzweck. Die Identität eines Menschen gewinnt im digitalen Zeitalter immer mehr an Bedeutung. Führungskräfte, Selbständige oder Unternehmer, vom Noname zur Marke. Persönlichkeit gewinnt, Marke überzeugt. Wer in die eigene Sichtbarkeit investiert hat Erfolg

 

Menschen mit einem definierten Personal Branding haben hohem Wiedererkennungswert. Der Weg dorthin führt durch einen strategischen Markenbildungsprozess. Von der Markenidentität hin zur Markenpersönlichkeit, dass Brand der Personenmarke wird geformt.

 

  • Wie entsteht eine starke Personenmarke?
  • Gibt es Trends, die die Markenbildung beeinflussen?
  • Wie wird eine Brand-Persönlichkeit erschaffen?


Ich habe mir einen Personal Branding-Spezialisten an die Seite geholt.

 

Mein Interviewgast heute, Stephan Raif von Personal Brands. Als Personal Branding Experte berät Stephan Selbständige, Führungskräfte und Unternehmen beim strategischen Markenaufbau.


Dorothe Willeke-Jungfermann:  Wie wichtig ist die Markenbildung für Führungskräfte?

Stephan Raif:  „Ich halte es für absolut wichtig und erforderlich, dass Führungskräfte sich als Marke begreifen, beschreiben und inszenieren können. Das hilft sowohl dem Unternehmen (Stichwort Brand Ambassador), den Kollegen und Mitstreitern der Branche sowie der Persönlichkeit in puncto Karriere selbst.


Von dem abgesehen wird unsere Welt immer digitaler und dezentraler. Deshalb wird der virtuose Umgang mit Personal Branding immer wichtiger – und erforderlicher. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Führungskräfte mit einem guten Eigenmarketing bevorzugt für gute Positionen infrage kommen, weil mittlerweile auch die Unternehmen eine starke Personenmarke schätzen.“

Dorothe Willeke-Jungfermann:  Den richtigen Zeitpunkt für einen persönlichen Markenbildungsprozess, gibt es den?

Stephan Raif: "Der richtige Zeitpunkt ist immer jetzt. Auch wenn man sich derzeit beispielsweise in einem (persönlichen oder privaten) Übergang befindet, ist es richtig, mit Personal Branding zu beginnen. Denn zum einen gibt es eine Menge vorzubereiten, selbst zu begreifen und zu üben. Zum anderen braucht der Markenaufbau Zeit und Durchhaltevermögen.


Reich und berühmt wird also niemand über Nacht mit Personal Branding. Aber mit der Zeit schon, wenn es geschickt gemacht wird."

Dorothe Willeke-Jungfermann: Personal Branding ist in aller Munde. Was genau ist eine Personenmarke und was zeichnet eine Personenmarke aus?

Stephan Raif: "Dafür gibt es meines Wissens keine wirtschaftswissenschaftliche Definition. Ich selbst habe mir meine eigene entwickelt – aufgrund von 23 Jahren Markenarbeit für internationale Unternehmen in Agenturen und mittlerweile über 10 Jahren als Selbständiger.


Eine gute Personenmarke ist ein Mensch, der sich, gesteuert von seiner individuellen Persönlichkeit, dem Fachwissen und der Vision, mit seinem Fachwissen und Angebot so auf dem Markt positioniert, dass er seine Zielkunden nachhaltig erreicht und bei ihnen eine gute Bekanntheit aufbauen kann.

 

Uff, das war jetzt etwas kompliziert. Oder anders ausgedrückt – wenn Dir beim Thema Personal Branding sofort der Stephan Raif in den Sinn kommt, habe ich mein Ziel erreicht.


Übrigens, der viel zitierte Spruch, Personal Branding sei das, was andere über Dich sagen, wenn Du den Raum verlässt, ist Quatsch. Das ist einfach nur ein Spruch, sonst nichts. Personal Branding ist deutlich mehr. Schließlich möchte ich steuern können, was andere über mich sagen (die mich noch nicht persönlich kennen). Das ist nicht irgendetwas, sondern etwas Definiertes."

Dorothe Willeke-Jungfermann: Personal Brand ist mehr als die „Fassade“. Du beschreibst es auf Deiner Website als eine Reise. Wie plane ich diese Reise, welche Reiseroute nehme ich und wie werde ich vom ICH zur Personenmarke?

Stephan Raif: "Ich fand das Bild der Reise passend. Wie bei jeder Reise gibt es ganz verschiedene Startpunkte und Reisemöglichkeiten.


Wer ganz am Anfang seiner Reise steht, der beginnt natürlich mit der Zielsetzung. Da Personal Branding eine Selbstverpflichtung für viele Jahre ist, darf die Zielerreichung für diese Form des Marketings gut durchdacht sein.

 

Danach beginnt der Markenprozess. Das war in meinem Vorleben in Werbeagenturen mein A & O.  Ich erhielt zu jedem Produkt, zu jeder Dienstleistung oder zu jedem Unternehmen eine exakte Markenbeschreibung. Gab es die nicht, so erstellten wir sie. Schließlich kann man nur gut vermarkten, was man auch gut beschreiben kann.
Genauso empfehle ich das bei Persönlichkeiten.

 

Dabei besteht die Marke aus den wichtigsten Charakter-Eigenschaften (Markenkernwerte, überprüft in der Eigen- und Fremdwahrnehmung), die mit dem sog. Einwortwert (One Word Equity) ganz spitz beschrieben werden. Dann erarbeiten wir eine klare, möglichst spitze Positionierung, ein visionäres Ziel (keine Milestones, sondern ein echtes Ziel) und eine Markenstory (Elevator Pitch).


So aufgestellt kann eine facettenreiche Persönlichkeit in wenigen Worten sehr treffend beschrieben – und vermarktet werden.


Danach machen wir eine Zielgruppenanalyse, oft in Form einer Personae und Custormer Journey. Genauso wie wir uns als Marke definieren, brauchen wir auch eine klare Vorstellung von den Personen, mit denen wir kommunizieren und Geschäfte machen wollen.


Aus den Kommunikationsgewohnheiten der Zielgruppe ergibt sich auch die Medienauswahl, in denen eine mediale Präsenz Sinn ergibt. Ich spreche ich Empfehlungen über einen sinnvollen Mediamix aus, der auch auf Dauer zu bewältigen ist. Denn wer sich verzettelt, kommt nie zum Ziel und gibt schnell auf. Deshalb lieber weniger als mehr dafür in den gewählten Medien wirkliche Präsenz zeigen. Außerdem empfehle ich eine Expertenseite, die quasi als digitale Heimat fungiert und die Basis all des (geteilten) Wissens und der Angebote ist.


Wer sich noch unsicher in der medialen Öffentlichkeit bewegt, hat dann noch die Möglichkeit, ein Visibility Coaching mit mir zu absolvieren. Dabei stürzen wir uns in die Content Produktion und üben gemeinsam das werteorientierte Kommunizieren entsprechend der eigenen Personal Brand.


Du siehst, in meiner Personal Branding Reise steckt eine Menge Inhalt.


Natürlich steigen viele bei dieser Reise später ein und gehen früher wieder raus. Beispielsweise die Markendefinition ist das meistgebuchte Produkt in meinem Angebot. Viele sind schon fit und gut aufgestellt – sie brauchen nur noch die klare Markenbeschreibung (und den Weg dahin). Das ist völlig ok. Auch gibt es Persönlichkeiten, die nur das Visibility Coaching nutzen. Auch gut. Ist ja alles modular."

Dorothe Willeke-Jungfermann:  Du hast eine eigene Personal Brand Methodik entwickelt, mit der Du Menschen bei ihrer methodischen und werteorientierten Selbstvermarktung begleitest. Wie unterscheidet sich Deine Methode von anderen und was zeichnet Deinen Markenbildungsprozess aus?

Stephan Raif:  "Der größte Unterschied zum ganzen Rest meiner Kollegen ist die fundierte Markenbeschreibung, die sehr individualisiert abläuft.

Ich nutze keine Werteanalyse Programme (z.B. Gallup Strenght Finder), die schon in die richtige Richtung zielen, aber nie exakt zutreffen. Ich mache das komplett und zu 100% auf die Persönlichkeit abgestimmt, egal ob sie gerade erst in die Selbständigkeit gegangen ist oder längst im Vorstand eines Unternehmens sitzt.

Danach unterscheidet sich die Kommunikation teilweise deutlich, da meine Persönlichkeiten genau wissen, wie sie sich innerhalb ihres persönlichen Wertecocktails vermarkten. Das ist dann nicht heute das, morgen das, sondern klar festgelegte und zuvor abgecheckte Werte.

Das eigene Marketing mit Personal Branding sollte schließlich die richtigen Aufschlüsse auf die Persönlichkeit selbst geben und natürlich fachlich gut informieren. Nur zu beschreiben, was man tolles für andere machen kann, ist nur Werbung – aber keine werteorientierte Kommunikation."


Dorothe Willeke-Jungfermann: Was sind Deine Fünf Personal Branding Tipps für einen strategischen Markenaufbau?

Stephan Raif:

  1. "Beschreibe Deine Marke, am besten mit einem erprobten Markenmodell.
  2. Lerne Deine Zielgruppe gut kennen, damit Du weißt, wie sie ticken und womit Du ihnen ihr Leben/ihre Arbeit erleichtern kannst.
  3. Wähle die richtigen Medien, mit denen Du Deine Zielgruppe verlässt. Und sorge dafür, dass Du nicht nur in (geschlossenen) Social Media Netzwerken existierst, sondern beispielsweise leicht über Google zu finden bist
    Finde heraus, welche Inhalte Deine Zielgruppe interessiert und kommuniziere sie. Wiederhole sie in Varianten immer wieder, damit jedem klar wird, wofür Du stehst und wie Du unterstützen kannst.
  4. Finde heraus, welche Inhalte Deine Zielgruppe interessiert und kommuniziere sie. Wiederhole sie in Varianten immer wieder, damit jedem klar wird, wofür Du stehst und wie Du unterstützen kannst.
  5. Lass Dir helfen. Bücher, Podcasts und Videos sind gut, um ist Thema hereinzukommen. Einen erfahrenen Berater an seiner Seite zu haben ist allerdings viel nachhaltiger (und macht mehr Spaß)."

Dorothe Willeke-Jungfermann: Was sind Deine 3 Marketing Tipps für Personenmarken?

Stephan Raif:

  1. "Achte immer auf die Verbindung Deiner Persönlichkeit und Deines Angebots.
  2. Kommuniziere regelmäßig und baue ausreichenden Werbedruck auf.
  3. Halte durch. Vielzitiert, doch wahr: Personal Branding ist kein Sprint, sondern ein Marathon."

Dorothe Willeke-Jungfermann: Vielen Dank, lieber Stephan Raif für Deine wertvollen Informationen. 

Weitere Information des Markenexperten, Stephan Raif, zu lesen auf seiner Website www.personal-brands.com.

Lesenswertes publiziert Stephan Raif regelmäßig in seinem Profil auf LinkedIn.


Mein Name, Dorothe Willeke-Jungfermann, Personal Brand und Business Fotografin aus München. Ich mache Ihre Markenpersönlichkeit sichtbar.

 

In meiner mehrteiligen Interviewreihe zum Personal Branding gewähren Ihnen profunde Interviewpartner und Personal Branding Spezialisten Einblicke in das A&O des Personal Brandings. Von der Markenbildung bis zu PR Maßnahmen.


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Der Markenkern: Wie wichtig Werte für unser Personal Branding sind erfahren wir von der Expertin Franziska Ambacher


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